Aserbaidschanische Botschaft begeht in Berlin den 5. Jahrestag des Siegestages und den 140. Geburtstag von Uzeyir Hajibeyli
Mit einer hochrangig besuchten Veranstaltung im Aserbaidschanischen Kulturzentrum hat die Botschaft der Republik Aserbaidschan in Deutschland in Berlin am 13. November 2025 den 5. Jahrestag des Siegestages sowie den 140. Geburtstag des Komponisten Uzeyir Hajibeyli feierlich begangen. Rund 400 Gäste, darunter Vertreter deutscher Behörden, Diplomaten, Militärattachés, Persönlichkeiten aus Kultur und Wissenschaft sowie Mitglieder der aserbaidschanischen und türkischen Community, nahmen teil.
Nach einer Schweigeminute für die Gefallenen wurden Filme über den Siegestag und das Leben Uzeyir Hajibeylis gezeigt.
Botschafter Aghayev betont Bedeutung von Frieden und Wiederaufbau
In seiner Rede erinnerte Botschafter Nasimi Aghayev an die Befreiung der Stadt Schuscha am 8. November 2020, die das Ende der jahrelangen Besatzung und den Beginn eines neuen Kapitels markiert habe. Der Siegestag sei „kein Tag des Triumphes über andere, sondern ein Tag der Wiedervereinigung, der Gerechtigkeit und des Friedens“.
Aghayev hob hervor, dass Aserbaidschan in den vergangenen vier Jahren umfangreiche Wiederaufbauprojekte in den befreiten Gebieten umgesetzt habe: Mehr als 60.000 Menschen leben bereits dort; Infrastruktur, Schulen, Krankenhäuser und neue Gemeinden würden vollständig neu errichtet. Über 15 Milliarden US-Dollar habe Aserbaidschan bislang aus eigenen Mitteln investiert.
„Frieden ist kein Traum mehr“ – Washingtoner Gipfel als Wendepunkt
Aghayev erklärte, dass Aserbaidschan und Armenien inzwischen Frieden geschlossen hätten. Am 8. August 2025 sei in Washington ein entsprechendes Abkommen paraphiert worden.
Er verwies auf konkrete vertrauensbildende Maßnahmen: die Aufhebung aller Transitbeschränkungen für armenische Güter sowie die Lieferung von Weizen aus Russland und Kasachstan über aserbaidschanisches Territorium nach Armenien. Dies seien „greifbare Zeichen dafür, dass gegenseitiges Vertrauen wachsen kann“.
„Der Frieden kommt nicht nur unseren beiden Ländern zugute, sondern sendet ein kraftvolles Signal an die Welt: Selbst die tiefsten Konflikte können durch Dialog, Mut und Kompromiss überwunden werden“, so der Botschafter.
140 Jahre Uzeyir Hajibeyli – ein kulturelles Erbe von globaler Bedeutung
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Würdigung des 140. Geburtstags von Uzeyir Hajibeyli, dem Begründer der ersten Oper und Operette in der muslimischen Welt. Aghayev betonte die symbolische Bedeutung, dass Hajibeylis Heimatstadt Schuscha heute wieder frei sei.
Auch Franghiz Alizadeh, Vorsitzende des Aserbaidschanischen Komponistenverbands, unterstrich in ihrer Rede den herausragenden Platz Hajibeylis in der Musikgeschichte und die historische Rolle des Siegestages für Souveränität und nationale Einheit.
Konzert begeistert Publikum
Im Anschluss wurde ein Konzertprogramm präsentiert, dirigiert von Ayyub Guliyev, Chefdirigent des Staatlichen Akademischen Opern- und Balletttheaters Aserbaidschans. Die Verdienten Künstler Ramil Gasimov, Inara Babayeva und der Tar-Virtuose Sakhavat Mammadov interpretierten Werke Hajibeylis, Fikrat Amirovs sowie europäischer Klassiker, begleitet vom Philharmonischen Kammerorchester Berlin.
Das Konzert endete mit Müslüm Magomayevs „Aserbaidschan“ und wurde vom Publikum mit langanhaltendem Applaus gefeiert.
Videobericht zur Veranstaltung: https://youtu.be/DsiXI7gARRQ