Aserbaidschan beginnt Gaslieferungen nach Deutschland
SOCAR - die Staatliche Erdölgesellschaft der Republik Aserbaidschan - hat angekündigt, ab Januar 2026 aserbaidschanisches Erdgas an Abnehmer aus Deutschland und Österreich zu liefern. Die Lieferungen erfolgen über die Transadria-Pipeline (TAP), den europäischen Abschnitt des Südlichen Gaskorridors.
Mit der Aufnahme der Lieferungen nach Deutschland und Österreich über Italien erweitert Aserbaidschan die geografische Reichweite seiner Gasexporte in Europa. Damit steigt die Zahl der Länder, die aserbaidschanisches Erdgas beziehen, auf 16 Staaten, wobei die Mehrheit dieser Länder Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist.
Die Gaslieferungen aus Aserbaidschan nach Europa haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Im Jahr 2025 exportierte Aserbaidschan rund 13 Milliarden Kubikmeter (bcm) Erdgas nach Europa, während das Exportvolumen im Jahr 2021 noch bei etwa 8 bcm lag. Diese Entwicklung spiegelt die schrittweise Ausweitung der Lieferkapazitäten sowie die wachsende Nachfrage nach diversifizierten und verlässlichen Energiequellen wider.
Die Ausweitung der Gasexporte erfolgt im Rahmen der langfristigen Energiestrategie der Republik Aserbaidschan. In diesem Zusammenhang setzt SOCAR die konsequente Ausweitung seiner Gasvermarktungsaktivitäten in Europa und im Nahen Osten fort, erweitert sein Kooperationsportfolio mit Abnehmern aus verschiedenen Ländern und stärkt damit weiter die Position Aserbaidschans als verlässlicher Energielieferant.
Die angekündigten Lieferungen nach Deutschland und Österreich stellen einen weiteren Schritt in der Entwicklung der Energiebeziehungen zwischen Aserbaidschan und Europa dar und leisten einen Beitrag zur langfristigen Versorgungssicherheit auf dem europäischen Energiemarkt.