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Pressemitteilung 21 Januar 2026

Gedenken an den „Schwarzen Januar“ in Berlin

Anlässlich des 36. Jahrestages der Tragödie des Schwarzen Januars (20. Januar 1990) hat die Botschaft der Republik Aserbaidschan in Deutschland im Aserbaidschanischen Kulturzentrum in Berlin eine Gedenkveranstaltung organisiert.

 

Zu Beginn der Veranstaltung wurde das Andenken der Getöteten mit einer Schweigeminute geehrt. Anschließend wurde ein von der Botschaft produzierter Dokumentarfilm in deutscher Sprache gezeigt, der die historischen Hintergründe und die dramatischen Ereignisse des 20. Januar 1990 beleuchtete.

 

Der Botschafter der Republik Aserbaidschan in Deutschland, Nasimi Aghayev, erinnerte in seiner Ansprache daran, dass in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 1990 26,000 sowjetische Truppen auf Befehl der damaligen Führung der UdSSR in Baku einmarschierten, um den wachsenden Freiheitswillen des aserbaidschanischen Volkes mit Gewalt zu unterdrücken. Dabei wurden hunderte unbewaffnete Zivilisten – darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen – getötet oder schwer verletzt. Der Botschafter betonte, dass der Schwarze Januar trotz seines tragischen Charakters ein Symbol für Ehre, Würde und den unbeugsamen Freiheitswillen des aserbaidschanischen Volkes sei. Die Opfer hätten ihr Leben für die Freiheit des Landes, die Würde des Volkes und das Recht zukünftiger Generationen auf ein unabhängiges Leben geopfert.

 

In seiner Rede verwies der Botschafter zudem auf den historischen Mut des Nationalen Leaders Aserbaidschans, Heydar Aliyev, der bereits am 21. Januar 1990 in Moskau öffentlich gegen das Massaker protestierte und eine politische sowie rechtliche Bewertung dieses Verbrechens forderte. Diese klare Haltung habe den nationalen Widerstandsgeist des aserbaidschanischen Volkes gestärkt und eine wichtige ideologische Grundlage für die spätere unabhängige Staatlichkeit Aserbaidschans gebildet.

 

Fidan Damer, Vorstandsmitglied des Deutsch-Aserbaidschanischen Forums, hob hervor, dass der Schwarze Januar zwar als Versuch gedacht war, den Willen des Volkes zu brechen, letztlich jedoch das Gegenteil bewirkt habe. Die Ereignisse hätten den Freiheitskampf intensiviert und der Welt den Mut, die Solidarität und die Entschlossenheit der Aserbaidschaner eindrucksvoll vor Augen geführt. Der 20. Januar sei nicht nur ein historisches Datum, sondern ein lebendiges Mahnmal dafür, welchen Preis Freiheit haben könne.

 

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde der Dokumentarfilm „Die am 20. Januar Geborenen“ gezeigt, der den mutigen Einsatz aserbaidschanischer Seeleute während jener Tage thematisiert. Begleitend dazu wurde eine Fotoausstellung eröffnet, die eindrucksvolle visuelle Zeugnisse der Tragödie präsentierte.

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