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Pressemitteilung 25 Februar 2026

Gedenkveranstaltung zum 34. Jahrestag der Tragödie von Chodschali in Berlin

Berlin – Am 21. Februar 2026 fand in Berlin eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 34. Jahrestages der Tragödie von Chodschali statt. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von der Botschaft Aserbaidschans in Deutschland, dem Aserbaidschanischen Kulturzentrum sowie dem Aserbaidschanischen Kulturhaus „Khari Bülbül“.

 

Zu Beginn gedachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Opfer mit einer Schweigeminute. Anschließend wurde ein von der Botschaft in deutscher Sprache produzierter Kurzfilm über die Ereignisse von Chodschali gezeigt.

 

In ihrer Ansprache betonte die Leiterin des Aserbaidschanischen Kulturhauses „Khari Bülbül“, Sevda Badaliouri, dass die Tragödie von Chodschali eines der schwersten und schmerzhaftesten Kapitel in der Geschichte des aserbaidschanischen Volkes darstelle.

 

Der Botschafter Aserbaidschans in Deutschland, Nasimi Aghayev, erklärte in seiner Rede, die Ereignisse von Chodschali seien der erste Völkermord gewesen, der nach dem Ende des Kalten Krieges in Europa verübt worden sei. Er erinnerte daran, dass innerhalb nur einer Nacht 613 unschuldige Menschen getötet, 1.275 Zivilisten gefangen genommen und 150 Personen bis heute vermisst wurden.

 

Hervorgehoben wurde zudem die Bedeutung der internationalen Kampagne „Justice for Khojaly“, die auf Initiative von Leyla Aliyeva ins Leben gerufen wurde und eine wichtige Rolle bei der internationalen Bekanntmachung der Ereignisse spielt.

 

Botschafter Aghayev betonte außerdem, dass unter der Führung von Präsident Ilham Aliyev die territoriale Integrität und staatliche Souveränität Aserbaidschans vollständig wiederhergestellt worden seien. Heute werde Chodschali wiederaufgebaut, die Stadt entwickle sich dynamisch, und die Rückkehr der Einwohnerinnen und Einwohner in ihre Heimat habe bereits begonnen.

 

Im weiteren Verlauf hielt die Dozentin des Kulturhauses „Khari Bülbül“ Dr. Afat Nabili, einen Vortrag zum Thema „Chodschali: Erinnerung, Recht und die Gerechtigkeit der Zeit“. Sie sprach über die schwerwiegenden Folgen der Tragödie und betonte, dass das Massaker nicht nur ein Verbrechen gegen das aserbaidschanische Volk, sondern gegen die gesamte Menschheit sei.

 

Auch der Turkologe und Übersetzer Michael Reinhard Hess sowie Erkan Gülen, Vorsitzender des in Deutschland tätigen Vereins „Alaturka“, unterstrichen in ihren Beiträgen die Notwendigkeit einer objektiven völkerrechtlichen Bewertung der Ereignisse. Sie hoben hervor, dass die Weitergabe der historischen Wahrheit über Chodschali an kommende Generationen eine moralische und historische Verantwortung sei.

 

Im Anschluss wurde eine musikalische Komposition zum Gedenken an die Opfer von Chodschali aufgeführt. Die Pianistin und Professorin der Barenboim-Said-Akademie in Deutschland, Nigar Sadigova, die zugleich Lehrerin des Kulturhauses „Khari Bülbül“ ist, interpretierte Werke bedeutender Komponisten.

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